CNC-bearbeitete Teile können bei vielen Standardmerkmalen typischerweise allgemeine Toleranzen von etwa ±0,02 mm bis ±0,05 mm erreichen, während engere kritische Maße oft näher an ±0,005 mm bis ±0,01 mm gehalten werden können, wenn die Teilgeometrie, das Material, der Maschinenzustand und der Prüfprozess sorgfältig gesteuert werden. In der praktischen Fertigung hängt die erreichbare Toleranz stets davon ab, welches Merkmal kontrolliert wird. Ein einfaches Außenprofil lässt sich leichter einhalten als eine tiefe Bohrung, eine dünne Wand, eine lange Welle oder ein eng zusammenhängendes Lochmuster. Aus diesem Grund konzentrieren sich gute Toleranzdiskussionen immer auf spezifische funktionale Merkmale und nicht auf eine einzelne headline-Zahl für das gesamte Teil.
Auch die Oberflächenrauheit variiert je nach Prozess. Viele Standard-Oberflächen im bearbeiteten Zustand liegen üblicherweise im Bereich von Ra 1,6 μm bis 3,2 μm, während eine verfeinerte Bearbeitung ausgewählte Merkmale oft auf Ra 0,8 μm bis 1,6 μm verbessern kann. Wenn ein Teil glattere Durchmesser, Laufflächen oder eine stabilere Passgeometrie benötigt, können CNC-Schleifen und Oberflächenveredelungen wie Polieren eingesetzt werden, um die Oberflächengüte weiter zu senken und das Merkmal funktional stabiler zu machen.
Käufer fragen oft nach einem allgemeinen Toleranzwert, aber die CNC-Bearbeitung funktioniert am besten, wenn die Toleranz auf das tatsächliche Merkmal abgestimmt ist. Flache Profile, einfache Taschen und unkritische Außenmaße können oft einen breiteren praktischen Bereich einhalten. Kritische Bohrungen, Passdurchmesser, Lochpositionen und ausrichtungsrelevante Merkmale benötigen meist eine engere Kontrolle, da sie direkt die Montage und Funktion beeinflussen. Deshalb kann ein Teil gleichzeitig sowohl Standardtoleranzen als auch enge Toleranzen enthalten.
In den meisten Projekten lautet die nützlichste Frage nicht nur „Wie genau kann die CNC-Bearbeitung sein?