Messing ist sehr gut zerspanbar, jedoch sind korrekte Vorschubgeschwindigkeiten und Spindeldrehzahlen entscheidend, um die Standzeit des Werkzeugs und die Oberflächenqualität zu optimieren. Automatenmessing (C220, C23000) sowie hochfeste oder Marine-Messinglegierungen (C174, C210) erfordern unterschiedliche Einstellungen.
Typische Spindeldrehzahlen für das CNC-Fräsen von Messing:
Automatenmessing (C220, C23000): 1000–6000 U/min, abhängig vom Werkzeugdurchmesser (kleinere Schaftfräser → höhere Drehzahl).
Hochfestes Messing (C174, C210): 800–3000 U/min aufgrund der erhöhten Härte und Verschleißfestigkeit.
Verwenden Sie die Formel U/min = (Schnittgeschwindigkeit × 1000) / (π × Werkzeugdurchmesser), um die exakten Spindeldrehzahlen zu berechnen.
Empfehlungen für den Zahnvorschub und den Tischvorschub:
Schaftfräser (2–6 mm): 0,01–0,05 mm pro Zahn für Automatenmessing; 0,005–0,03 mm pro Zahn für härtere Legierungen.
Tischvorschub: 200–800 mm/min für Werkzeuge mit kleinem Durchmesser; 500–1500 mm/min für Fräser mit größerem Durchmesser.
Passen Sie die Vorschubgeschwindigkeiten an, um eine konsistente Spanbildung aufrechtzuerhalten und Aufbauschneiden zu vermeiden, was sich auf die Oberflächenqualität und die Maßhaltigkeit auswirken kann.
Verwenden Sie scharfe, beschichtete oder unbeschichtete Hartmetall-Schaftfräser mit hohen Spiralwinkeln, um die Spananhaftung zu minimieren. Bei der Messingbearbeitung sind oft leichte Schneidflüssigkeiten oder Druckluft vorteilhaft, um den Spanabtransport zu verbessern und den Werkzeugverschleiß zu reduzieren.
Überwachen Sie die Spanform: Kurze, gewundene Späne deuten auf optimale Vorschubgeschwindigkeit und Drehzahl hin; lange oder schmierende Späne können auf einen zu niedrigen oder zu hohen Vorschub hindeuten.
Reduzieren Sie die Spindeldrehzahl leicht bei dünnwandigen oder empfindlichen Teilen, um Vibrationen oder Durchbiegungen zu vermeiden.
Verwenden Sie nach Möglichkeit das Gleichlauffräsen, um Werkzeugspuren auf Messingoberflächen zu reduzieren.
Vorschubgeschwindigkeit und Drehzahl bei der Messingbearbeitung hängen vom Legierungstyp, dem Werkzeugdurchmesser und der Teilgeometrie ab. Automatenmessing ermöglicht höhere Drehzahlen und Vorschubgeschwindigkeiten, während härtere Legierungen langsamere, kontrolliertere Schnitte erfordern. Korrekte Einstellungen verbessern die Oberflächenqualität, gewährleisten die Maßhaltigkeit und verlängern die Standzeit des Werkzeugs.